Dienstag 20. Februar 2018
08.04.2015

CDP Klimastrategie & Spring Opening Österreich

Die Auszeichnungen als „Best Supplier Austria“ und „Best Improver Austria“ gingen an das respACT-Mitgliedsunternehmen Alpla

Ende März fand bei PwC Österreich das von CDP und WWF veranstaltete CDP Klimastrategie & Spring Opening Event statt. Neben der Diskussion klimarelevanter Themen stand die Preisverleihung für vorbildliches Reporting nach CDP auf dem Programm. respACT-Mitgliedsunternehmen Alpla durfte sich über zwei der Auszeichnungen freuen.

Was ist CDP?

 

CDP (Carbon Disclosure Project) ist eine global agierende Non-Profit Organisation, die es sich zum Ziel gemacht hat, standardisiert unternehmerische Informationen zu ökologischen Impacts (Klimawandel, Wasser-Management, Abholzungs-Gefährdungspotential) zu sammeln, offenzulegen und nach einem CDP-Score zu ranken.

 

CDP geht dazu zwei Wege: Für das „Investorenprogramm“ einerseits wird CDP von Investoren beauftragt, Unternehmen um ihr CDP-Reporting anzufragen. Andererseits können im „Supply Chain-Programm“ Lieferanten angefragt werden. CDP wendet sich an die entsprechenden Unternehmen, sodass diese ihre Daten über die CDP-Plattform veröffentlichen. Die Offenlegung von Informationen an CDP verschafft Unternehmen einen Anreiz, die eigenen Umweltauswirkungen standardisiert zu berichten, sodass ein Benchmarking ermöglicht wird.

 

CDP arbeitet mit über 800 institutionellen Investoren, die insgesamt ein Vermögen von 95 Trillionen Dollar verwalten, sowie mit mehr als 4500 Unternehmen und 110 Städten in 80 Ländern zusammen und stellt damit die weltweit größte Plattform zur Eindämmung des Klimawandels dar. Zusätzlich setzt CDP auf globale Vernetzung: Neben der Unterstützung verschiedener Initiativen pflegt CDP Allianzen mit zahlreichen NGOs, akademischen Institutionen und Entscheidungsträgern. Darunter finden sich beispielsweise der International Integrated Reporting Council (IIRC), die Global Reporting Initiative (GRI), das Sustainability Accounting Standards Board (SASB) sowie der WWF. Um die gemeinsame Berichterstattung zu vereinfachen, haben CDP und GRI ein Dokument veröffentlicht, das beide Leitfäden verbindet. Das Dokument zum Download finden Sie hier.

 

Wie funktioniert Reporting nach CDP?

 

Über drei Investoren-Programme beziehungsweise ein Supply-Chain-Programm fragt CDP im Auftrag von Investoren beziehungsweise Unternehmen einmal jährlich bei Unternehmen an, deren Emissionsdaten, Reduktionsstrategien und unternehmerische Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Klimawandel offenzulegen. Unternehmen haben dann die Möglichkeit, ihre Daten über die CDP-Plattform hochzuladen und dadurch ihre Stakeholder zu informieren. Stellt ein Unternehmen trotz Anfrage keine entsprechenden Informationen zur Verfügung, wird dies veröffentlicht.

 

Die Informationen werden anschließend nach dem CDP-Score bezüglich Datenverfügbarkeit und Transparenz (Disclosure Score) sowie nach Klimaschutzleistungen (Performance Band) gerankt. Das Unternehmen kann entscheiden, ob die zur Verfügung gestellten Antworten via CDP öffentlich zugänglich gemacht werden.

 

CDP Natural Capital Spring Opening Event

 

Der CDP-Klimareporting Frühjahrs-Workshop behandelte neben Neuigkeiten zum CDP-Reporting auch die UN-Klimakonferenz in Paris (COP 21) sowie Klimaschutzziele für eine „2°C-Welt“. Abschließend fand die jährliche Preisverleihung in den Kategorien „Best Responding Supplier“, „Best Supplier“ sowie „Best Improver“ statt.

 

Die Klimakonferenz in Paris findet vom 30. November bis 11. Dezember 2015 statt. Im Zentrum steht die Unterzeichnung eines internationalen Klima-Abkommens, welches bemüht ist, alle Akteure anzuhalten, die globale Erderwärmung zu reduzieren. Daran anknüpfend wurde am Nachmittag der Frage nachgegangen, inwiefern unternehmerische Ziele zur Emissionsreduktion an der Klimaforschung ausgerichtet sind, beziehungsweise welche Vorteile sogenannte „Science-based Targets“ haben. Wissenschaftsbasierte Zielsetzungen legen den Treibhausgasemissionen eines Unternehmens einen globalen Maßstab an und berechnen anhand dessen sektorspezifische Reduktionsziele.  Diese unterstützen Unternehmen dabei ihren Stakeholdern zu kommunizieren, dass Zielsetzungsprozesse in Abstimmung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgen. Mittelfristig werden Science-based Targets auch in den CDP-Prozess integriert.

 

Ausgezeichnet wurden beim Spring Opening jene Unternehmen, die durch ihr CDP-Reporting und Ranking besonders überzeugen konnten. „Bei CDP vergeben wir Preise an die Unternehmen, die im Rahmen ihres Wirtschaftens Ihre Klimaemissionen senken. Der wahre Preis ist damit nicht der CDP-Award, sondern der Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels“, so Steven Tebbe, Managing Director Europe CDP. Unter den von CDP österreichweit prämierten Unternehmen fanden sich auch respACT-Mitglieder – so konnte sich beispielsweise Alpla über gleich zwei Awards als Best Supplier Austria sowie Best Improver Austria freuen.

 

Alpla, Hersteller von Kunststoffverpackungen für die Konsumgüterindustrie, wurde insgesamt von neun Unternehmen um eine CDP-Berichterstattung angefragt. Alpla kam dieser Anfrage auf vorbildliche Weise nach und konnte seinen Disclosure Score bedeutend verbessern. Des Weiteren wurde Alpla für die Integration Nachhaltiger Entwicklung in den Kern der Unternehmenskultur, die Unterstützung durch das Top-Management sowie für die öffentliche Berichterstattung gelobt.

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