Dienstag 20. Februar 2018
24.04.2014

Aktueller IPCC-Report zeigt: Klimawandel ist bereits in vollem Gange

Eine Umgestaltung des Energiesektors ist unumgänglich

Vom Zwei-Grad-Ziel ist die Welt noch weit entfernt: In der letzten Dekade gab es den stärksten Emissionsanstieg der letzten 30 Jahre und die CO2-Konzentration in der Atmosphäre überschritt erstmals die 400 ppm Grenze. Schmelzende Gletscher, ansteigende Meeresspiegel und Artensterben sind nur einige der Konsequenzen. Auch die Wirtschaft ist massiv betroffen.

Trotz dieser düsteren Aussichten sehen die Wissenschaftler des Intergovernmental Panel on Climate Chance (IPCC) eine Möglichkeit, effektiv mit dem Klimawandel umzugehen. Sie fordern die schnelle Verschiebung der Energieproduktion von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgen.

 

Ohne signifikante Veränderung droht rapider Temperaturanstieg

 

Im IPCC-Bericht wird hervorgehoben, dass große und globale Reformen notwendig sind, um bedrohliche Folgen des Klimawandels abzuwenden. Weltweit bleibt keine Region vom Klimawandel verschont und die Auswirkungen sind bereits jetzt sichtbar: extremes Wetter wie Hitzewellen und Dürren, Stürme und Hochwasser treffen Ökosysteme ebenso wie die Wirtschaft. Auch das Risiko für indirekte Auswirkungen wie gewaltsame Konflikte steigt.

 

Die Autoren des Berichts sind sich einig: der Klimawandel ist vom Menschen verursacht und wird stärker. Der derzeitige Temperaturanstieg liegt bei einem Grad Celsius. Mit Fortsetzung der derzeitigen Emissionen muss mit einem Temperaturanstieg von 3,7 bis 4,8 Grad bis 2100 gerechnet werden. Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen muss die Welt verstärkt zusammen arbeiten, denn der Klimawandel ist ein globales Problem. Die kohlenstoffarme Energieerzeugung müsste bis 2050 verdreifacht oder vervierfacht werden und die Treibhausgasemissionen um 40 bis 70 Prozent sinken bzw. bis 2100 sogar auf null gebracht werden.

 

Emissionsreduktion muss im Energiesektor beginnen – zaudern kostet

 

Der Emissionsanstieg der letzten 10 Jahre ist vorrangig auf den Energiesektor zurückzuführen. Somit muss die Energieproduktion grundlegend verändert werden: Eine Umschichtung von Investitionen hin zu erneuerbaren Energien ist notwendig; außerdem plädiert das IPCC für die Bepreisung von CO2. Eine derartige Veränderung würde nicht nur Emissionen senken, sondern hätte auch Vorteile für die Gesundheit der Menschen und die Ökosysteme. ExpertInnen der International Energy Agency haben eine Reihe an Empfehlungen abgegeben, wie der Energiesektor ohne Einbußen für die Wirtschaft unter Nutzung der vorhandenen Technologien umgestaltet werden kann. Zusätzlich müsste auch in anderen Sektoren, wie im Gebäude- und Transportsektor, die Energieeffizienz erhöht sowie Verhaltensänderungen von KonsumentInnen, wie beispielsweise die Vermeidung von Flugreisen, gefördert werden.

 

Eine weitere Erkenntnis ist, dass der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern weniger teuer ist als bisher angenommen. Vielmehr ergeben sich steigende Kosten, wenn keine Veränderung stattfindet. Wirtschaftliches Wachstum ist auch mit veränderter Energieproduktion möglich. Die Umschichtung schlägt laut Berechnung des IPCC jährlich bei einem Wirtschaftswachstum von 1,6 bis 3 Prozent mit einem Minus von 0,06 Prozent zu Buche. Die Anpassung an den Klimawandel wird weitaus höhere Kosten verursachen als die rechtzeitige Vermeidung von Emissionen.

 

Betriebliche Umweltschutzmaßnahmen sind regelmäßig Thema bei unseren Veranstaltungen. Nähere Inforrmationen finden Wiener Unternehmen unter diesem Link; die Termine in anderen Bundesländern sind hier abrufbar.

Dokumente:

Der aktuelle IPCC Bericht steht hier zum Download bereit.

Der Bericht "World Energy Outlook - Re-Drawing the Energy-Climate Map" der International Energy ist hier online abrufbar.

2018 © respACT
austrian business council
for sustainable development
Wiedner Hauptstraße 24/11, 1040 Wien
Telefon: +43/1/7101077-0
Fax: +43/1/7101077-19
E-Mail: office@respact.at
www.csreurope.org www.wbcsd.org www.unglobalcompact.at
http://csrleitfaden.at/