Dienstag 23. Januar 2018
01.03.2017

„Unconscious bias“

Wie vorgefasste Meinungsbilder nachhaltiges Wirtschaften beeinflussen

Jeder erlebt Situationen wie diese: obwohl wir unvoreingenommen, nicht diskriminierend und mit einem offenen Mind Set an neue Aufgaben oder Personen herantreten möchten, sind wir nicht dazu im Stande Vorurteile und Vorlieben gänzlich zu überwinden.

 

Bei der respACT-Arbeitsgruppe „MitarbeiterInnen und Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz wird das Thema „Unconscious bias – Blinde Flecken im Umgang mit personeller Vielfalt“ diskutiert. Dieses Thema ist jedoch nicht nur im HR-Bereich relevant. Unbewusste Voreingenommenheit blockiert nachhaltiges Handeln in vielen Situationen. Erfahren Sie am 15. März wie Sie diesen begegnen können (Details und Anmeldung).

Was meint „Unconscious bias“?

Auf Deutsch könnte man „Bias“ als „Voreingenommenheit“ oder „Vorurteil“ übersetzen. „Unconscious“ bedeutet, dass uns diese Voreingenommenheit nicht oder nicht immer bewusst ist. Doch unbewusste Vorurteile beeinflussen unser Leben in verschiedenen Bereichen. Zum Beispiel tendieren wir ohne es aktiv zu merken dazu, Menschen zu mögen, die aussehen wie wir, die denken wie wir und aus ähnlichen Hintergründen stammen. Die meisten Menschen glauben, dass sie objektiv und offen für Neues agieren. Jedoch wird unsere Beurteilung von Situationen und Personen sehr häufig von Glaubenssätzen und Werten dominiert, die wir durch Familie, Kultur und Erfahrungen vorgefasst haben.

 

Solche Denkmuster, Annahmen und Interpretationen sind ein natürlicher Filter und helfen uns zügige Entscheidungen zu treffen. In Unternehmen können solch vorschnellen Entschlüsse aber kostspielig werden. Sie können dazu führen, dass wir Entscheidungen treffen, die nicht objektiv sind. Denn oft blockieren wir uns selbst durch voreingenommenes Denken, was letztlich dazu führt, dass bessere Möglichkeiten nicht ergriffen werden.

 

Wir brauchen die Diversität der Gedanken und Perspektiven

Immer mehr Studien zeigen, dass diverse und inklusive Teams (was das genau bedeutet erfahren Sie ebenfalls beim Arbeitsgruppentreffen am 15. März) bessere Leistungen erbringen als Teams, die aus sehr ähnlichen Personen bestehen. Auch wenn diese Erkenntnis seit einiger Zeit durchaus bekannt ist, haben sich die Verhaltensweisen nicht substanziell verändert, was sich zum Beispiel in immer noch oft sehr homogen zusammengestellten Teams zeigt. Was heute benötigt wird sind konkrete verhaltensändernde Strategien, wie Unconscious Bias überwunden werden können und uns fit machen um besseren Entscheidungen zu fällen. Denn Gruppen aus ähnlichen Personen fühlen sich immer noch besser, wenngleich sie tatsächlich schlechtere Leistungen erbringen.

 

Diversität fruchtet erst durch Inklusion

Häufig wird unter Diversität verstanden, dass Teams aus unterschiedlichen Personen zusammenarbeiten. Aber nur weil Repräsentanten verschiedener Geschlechter, Ethnien oder Altersgruppen vertreten sind, fühlen sich diese noch nicht wollwollend und in ihrer Unterschiedlichkeit aufgenommen, sodass ihr wahres Potential zum Ausdruck kommen kann. Denn “Diversity is getting asked to the party, while inclusion is getting asked to dance at the party.” bringt es Heidi Grant-Halvorson vom NeuroLeadership Institute auf den Punkt.

 

respACT-Arbeitsgruppe „Unconscious bias – Blinde Flecken im Umgang mit personeller Vielfalt“

Es gibt also noch viel zu tun. Daher freuen wir uns Sie am 15. März beim respACT-Arbeitsgruppentreffen zum Thema „Unconscious bias – Blinde Flecken im Umgang mit personeller Vielfalt“ begrüßen zu dürfen. Verschiedene Unternehmen (Erste Group, equalizent, SAP, factor D) werden von ihren Maßnahmen und Erfahrungen berichten. Wir freuen uns über Ihre Anmeldungen unter m.samitz@respact.at.

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