Mittwoch 23. August 2017
11.08.2017

Nachlese: UN High Level Political Forum 2017 – Wo steht Österreich?

Beim diesjährigen High Level Political Forum (HLPF) trafen sich VerteterInnen der UN Mitgliedsstaaten und Stakeholder, um über zentrale Anliegen globaler Nachhaltigkeitspolitik zu diskutieren.

Von 10. bis 19. Juli fand im UN Hauptquartier in New York das diesjährige High Level Political Forum statt. 77 RegierungsministerInnen und über 2500 Stakeholder waren vertreten, um Vorgehensweisen bei der Umsetzung der Agenda 2030 und der Erreichung der SDGs abzustimmen.

Das Treffen stand unter dem Motto „Eradicating poverty and promoting prosperity in a changing world“. In diversen Sideevents, Vorträgen und Diskussionen wurde dieses Thema behandelt.
Auch dieses Jahr wurde Nationalstaaten im Rahmen des Forums die Möglichkeit gebeten über ihre Nachhaltigkeitsstrategien und Fortschritte vor der UN zu berichten. VertreterInnen von 44 Staaten nutzten das HLPF, um Voluntary National Reviews vorzulegen. Seit der Einführung der SDGs im Januar 2015, haben bereits 66 Staaten eine freiwillige Stellungnahme bezüglich ihrer nationalen SDG Bestrebungen abgegeben.

 

Österreich plant dies erst für das Jahr 2020 und wäre damit europäisch und global unter den Schlusslichtern, wie zivilgesellschaftliche Organisationen (z.B. Ökobüro) anmerken. Positiv zu erwähnen ist, dass im März 2017 die „Beiträge der Bundesministerien zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung durch Österreich“ veröffentlicht wurden. Dieser Bericht, der als „Vorarbeit für die Berichterstattung beim HLPF“ dienen soll, wurde vom Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium Europa, Integration und Äußeres koordiniert. Die Bereiterklärung sich für die Agenda 2030 einzusetzen, um „Menschenwürde für alle, einen gesunden Planeten, gerechte widerstandsfähige Gesellschaften und wirtschaftlichen Wohlstand zu gewährleisten“ ist sehr begrüßenswert. Sie stellt eine geeignete Ausgangslage für weitere Schritte dar: klare politische Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten bei der Umsetzung der SDGs, eine umfassende Bestandsaufnahme, die Erarbeitung einer Gesamtstrategie sowie das systematische Einbeziehen aller Stakeholdergruppen (diese Schritte orientieren sich an dem Brief an die Bundesregierung, der von 144 Organisationen, darunter respACT unterzeichnet wurde).

 

Viele Unternehmen und KonsumentInnen gehen mit gutem Beispiel voran. Nun heißt es, dass auch auf politischer Ebene gehandelt werden muss, um Teil einer globalen Nachhaltigkeits-Gemeinschaft zu werden, die gemeinsam an der Umsetzung der Agenda 2030 arbeitet.

Call to Earth

Astronauts Send a Message from Space to Global Leaders at #COP21

respACT-Position zum vorläufigen Entwurf des Österreichischen CSR-Aktionsplans (NAP CSR)

respACT nimmt Stellung zum vorläufigen Entwurf des "Österreichischen CSR-Aktionsplans", der den TeilnehmerInnen eines Stakeholderworkshops der beiden Ministerien BMLFUW und BMWFJ am 17. Juni 2013 vorgelegt wurde.

>>> Details

CSR und Politik in Europa

 

In diesem Video werden nationale CSR-Strategien europäischer Länder vorgestellt. (Stand Sommer 2011)

 

 

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