Dienstag 20. Februar 2018
30.11.2016

Konferenz zur Umsetzung der globalen Klimastrategie in Marrakesch (COP22)

Bei der Klimakonferenz COP22 trafen in Marrakesch VertreterInnen von Unternehmen, Politik und Wissenschaft zusammen und verabschiedeten die „Marrakesch Proklamation“, die Umsetzungsstrategie des Pariser Klimaabkommens (2015).

Im November 2016 fand in Marrakesch die COP 22, die Nachfolgekonferenz der letztjährigen COP21 („Pariser Klimaabkommen“) statt. Während in Paris die Zielsetzung einer globalen Klimastrategie festgelegt wurde, lag der Fokus in Marrakesch auf der Umsetzung der Strategie. Zur Erreichung dieser ambitionierten Ziele, können insbesondere Unternehmen einen bedeutenden Beitrag leisten.

Im Abkommen von Paris wurde festgelegt, dass die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit limitiert werden soll. In Marrakesch ging es um die Frage, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Noch im Vorfeld der COP22 ratifizierten 111 von 190 UN Mitgliedsstaaten das Pariser Abkommen, darunter China und die USA, die beiden größten Treibhausgasverursacher. Durch die Ratifizierung wurden somit die idealen Voraussetzungen für die erste „Post-COP21“-Konferenz geschaffen. Diese vitale Stimmung konnte auch durch die politischen Ereignisse, die über den Atlantik schwappten, nur gering gedämpft werden.

 

Die Marrakesch Proklamation

Die „Transition to a low carbon economy“ kann nur durch das Einbeziehen unterschiedlicher Stakeholder aus den Bereichen Business, Politik und Wissenschaft vollzogen werden. Dafür bieten die Sustainable Development Goals, die globalen Nachhaltigkeitszielen der UN, die im Jänner 2016 in Kraft traten, den idealen Rahmen. Die TeilnehmerInnen der COP22 bekräftigten auf der Konferenz das Pariser Abkommen und  betonten, dass Belange des Klimawandels höchste politische Priorität genießen. Außerdem verpflichteten sich Industriestaaten jährlich (bis ins Jahr 2022) 100 Mrd. € an die Länder des globalen Südens zu zahlen, da diese über weniger finanzielle Mittel verfügen und stark unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden. Diese Ergebnisse wurden in der Marrakesch Proklamation festgehalten.

 

Rolle der Unternehmen

Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg stehen nicht im Widerspruch, sondern können sich durch eine innovationsfreudige Unternehmensausrichtung positiv beeinflussen.  Beispielsweise eröffnen sich neue Möglichkeiten im dynamischen Markt klimaschonender Produkte. Eine Studie des Global Carbon Projects, die 2016 veröffentlicht wurde, bestätigt, dass ökonomisches Wachstum nicht direkt an den Verbrauch fossiler Energien angewiesen ist. So wird in der Studie darauf verwiesen, dass der globale CO2 Ausstoß in den letzten 3 Jahren stagnierte und dennoch Wirtschaftswachstum stattfand. Um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen, sind jedoch stärkere Reduzierungen des globalen CO2 Ausstoßes notwendig. Wie dies gelingen kann, wurde in Marrakesch im Rahmen des Sideevents „Low Emission Solution Conference“ diskutiert. Dort kamen über 700 VertreterInnen aus Politik, Business und Wissenschaft zusammen, um konkrete Umsetzungsbereiche festzulegen. Schwerpunktthemen waren hierbei Nachhaltige Energienetze, wie Smart und Micro Grids, Nachhaltige Treibstoffe, nachhaltige Infrastruktur, beispielsweise Städte- und Wohnungsbau sowie Climate Smart Landwirtschaft.

 

Österreichische Vorreiterunternehmen im Bereich Klimaschutz

 

Pessl Instruments

Im Bereich der klimaneutralen und nachhaltigen Landwirtschaft ist Pessl Instruments als nationales Vorreiterunternehmen zu nennen. Pessl Instruments entwickelt Technologien, mit Hilfe derer Landwirtschaft nachhaltiger gestaltet werden kann, indem einerseits der Verbrauch von Ressourcen verringert wird und gleichzeitig Ernteerträge gesteigert werden.

 

STO

Im Bereich nachhaltiger Baustoffe kann auf nationaler Ebene das Kärntner Unternehmen STO genannt werden. STO fabriziert Baustoffe, insbesondere Putze, Farben und Fassadendämmsysteme. Nachhaltigkeit spielt hierbei stets eine zentrale Rolle. Eine klimaneutrale Produktlinie unterstreicht das. So tragen beispielsweise die Fassadendämmsysteme dazu bei, dass der Energieverbrauch in Gebäuden beträchtlich reduziert werden kann.

Call to Earth

Astronauts Send a Message from Space to Global Leaders at #COP21

respACT-Position zum vorläufigen Entwurf des Österreichischen CSR-Aktionsplans (NAP CSR)

respACT nimmt Stellung zum vorläufigen Entwurf des "Österreichischen CSR-Aktionsplans", der den TeilnehmerInnen eines Stakeholderworkshops der beiden Ministerien BMLFUW und BMWFJ am 17. Juni 2013 vorgelegt wurde.

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CSR und Politik in Europa

 

In diesem Video werden nationale CSR-Strategien europäischer Länder vorgestellt. (Stand Sommer 2011)

 

 

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