Dienstag 20. Februar 2018
21.09.2016

Gemeinsam in Bewegung bleiben! Die neue Vision bietet Orientierung und soll zum aktiven Handeln anregen.

Die Vision für nachhaltiges Wirtschaften wurde am CSR-Tag 2016 präsentiert. Mut und ehrlicher Kooperationswille sind Schlüsselfaktoren.

 

Unter dem Motto #WirbewegenCSR wurde die Vision im Zuge des respACT-Stakeholderdialogprozesses erarbeitet. Am CSR-Tag 2016 war es dann soweit: Werner Wutscher, respACT-Vorstand und Gründer von New Venture Scouting, präsentierte sie vor rund 300 TeilnehmerInnen, darunter Unternehmen, NGOs, Wissenschaft, Politik und Medien. Dabei war eines schnell klar: Ein Schlüssel um der Vision entsprechende Taten folgen zu lassen sind Kooperationen unter den verschiedenen Sektoren. Denn die Herausforderungen der Zukunft können nur gemeinsam bewältigt werden. Die Session „WIRbewegenCSR“ widmete sich daher der intensiven Diskussion der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure in Österreich.

Die Verantwortung tragen wir gemeinsam

Die einzelnen Sektoren arbeiten mit unterschiedlichen Ausgangssituationen. Denn „oft sind wir in unseren Rollen gefangen.“ Es gelte festgefahrene Stereotypen zu überwinden, erklärte Anne Erwand, Projektleiterin Nachhaltigkeit bei ÖKOBÜRO-Allianz der Umweltbewegung. Umwelt- und Sozialorganisationen leben teilweise immer noch mit dem Ruf der unermüdlichen Kritiker, wobei sie sich mittlerweile viel stärker als kooperative Partner einbringen. Dazu hat das ÖKOBÜRO gemeinsam mit den auf der Plattform vertretenen NGO‘s (Global 2000, Greenpeace, Naturfreunde, Vier Pfoten und WWF) ein Positionspapier zum Thema Unternehmensverantwortung herausgebracht.

Als Vertreter des Bildungs- und Wissenschaftssektors erklärte Roman Mesicek, Studiengangsleiter für Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement an der IMC Fachhochschule Krems, dass das fundierte Ausbildungsangebot einen wichtigen Impuls biete, dieser aber eher innerhalb der Nachhaltigkeits-Nische Fuß fassen kann – man müsse das Thema skalieren. „Ich bin überglücklich, 50 Studierende pro Jahr auszubilden. Wir wollen aber nicht nur 50, sondern 5.000 Menschen begeistern!“ Daher werde die Fachhochschule Nachhaltigkeitsthemen auch in alle anderen Studiengänge integrieren.

„Die Rolle der Medien ist eine sehr wichtige“, machte Stefan Böck, Chefredakteur des Wirtschaftsverlages klar. Die Vermittlung von Nachhaltigkeitsthemen sei herausfordernd. Dass der Wirtschaftsverlag selbst eine umfassende CSR-Strategie verfolgt und einen ersten Nachhaltigkeitsbericht erarbeitet hat, sieht er als entscheidenden Vorteil für die Berichterstattung dieser Themen. Die positive Wirkung erstreckt sich somit auf das Bewusstsein und Know-How der RedaktionsmitarbeiterInnen sowie auf deren Leserschaft.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft begrüßt Grassroots-Bewegungen, also Initiativen, die von der Bevölkerung ausgehen. Harald Mahrer, Staatssekretär des BMWFW, sowie sein Kollege Klemens Riegler-Picker kündigten die unterstützende Schaffung einer sozialen Innovationsplattform („Hackathon“) an, die Raum für neue Ideen sowie Vernetzung bieten wird.

 

Auf der politischen Wartebank

Klemens Riegler-Picker erklärte, dass es eine sehr große politische Kraftanstrengung braucht, die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) auf die Agenda der obersten politische Ebene Österreichs zu bringen. Die SDGs würden aktuell keine starken Emotionen auslösen, wie es andere Themen wie Arbeitslosigkeit, Flüchtlinge oder Digitalisierung machen. Es wäre daher sinnvoll, sich auf einzelne Teilbereiche zu konzentrieren. Auch wenn diese zurückhaltende Position die anderen InputgeberInnen sowie das anwesende Publikum enttäusche, wird diese ehrliche und offene Gesprächsatmosphäre als gute Basis für weitere Dialoge dienen. 

 

Sprache als Stolperstein, Emotion als Schlüssel

Anwesende TeilnehmerInnen warfen ein, dass Emotionen auch in der Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen ein wichtiger Treiber seien um mehr Menschen zu begeistern. Die komplexe Fachsprache stelle einen weiteren Stolperstein dar. Es wird mehr Klarheit benötigt, um die Menschen abzuholen. Um Nachhaltigkeit „in die Herzen der Menschen zu bringen“ müssen so viele Hände wie möglich ausgestreckt werden, fasste Daniela Knieling, Geschäftsführerin von respACT, zusammen und betonte das tolle Engagement der respACT-Mitgliedsunternehmen und die große Anzahl der motivierten Personen, die tagtäglich mit starken Wille für verantwortungsvolles Wirtschaften leben.

 

respACT bedankt sich für das gute Feedback

Gemeinsam mit Reinhard Herok, Multiplikator von ways to passion, gab Roman Mesicek im CSR-Podcast Tonspur N einen Rückblick auf den CSR-Tag 2016. respACT bedankt sich für das zahlreiche, positive Feedback. Wir freuen uns wenn Sie nächstes Jahr wieder dabei sind und die Vision für nachhaltiges Wirtschaften tagtäglich mit Leben erfüllen.

 

respACT-Stakeholderdialog

#WIRbewegenCSR

 

 

Der intensive Stakeholderdialogprozess #WIRbewegenCSR wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis ist die Vision für nachhaltiges Wirtschaften. Die Vision gibt die Richtung in eine nachhaltige Zukunft vor und regt zum aktiven verantwortungsvollen Handeln auf.

 

Hier können Sie einen Blick in die Vision werfen und sie als PDF-Datei herunterladen.

Bleiben wir gemeinsam in Bewegung!

 

 

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