Dienstag 20. Februar 2018
29.02.2016

Warum es jetzt wichtig ist, CSR in Österreich weiterzuentwickeln

2009 bis 2016 CSR in Österreich - ein Überblick

Unter dem Motto #WIRbewegenCSR läuft momentan der Prozess zur Weiterentwicklung des CSR-Leitbildes. Ziel ist es, gemeinsam mit den respACT-Stakeholdern, eine österreichische CSR-Vision zu erarbeiten und über die nächsten Jahre weiterzutragen. Dieser Prozess ist von großer Bedeutung in diesem aktuellen Jahr und wir hoffen, dass der Aufwind auch die Jahre danach prägen wird. Näheres zum Prozess, wie Sie sich einbringen können, sowie laufende Updates finden Sie hier.

In der Vergangenheit teilten verschiedene Initiativen das Ziel, verantwortungsvolles Wirtschaften in Österreich zu fördern. Folgend ein Überblick einiger zentraler Meilensteine.

 

2009: Die respACT-Mitgliedsunternehmen bekennen sich zum CSR-Leitbild

Wir starten den Rückblick im Jahr 2009. Damals fand der erste umfassende Stakeholderprozess zur Weiterentwicklung von CSR in Österreich statt. Als Resultat hat respACT gemeinsam mit der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer Österreich das CSR-Leitbild „Erfolg mit Verantwortung“ publiziert. Im Zuge des umfassenden Stakeholderprozesses, gefördert durch die Ministerien BMWFJ, BMASK und BMLFUW, fand ein breites Involvement der österreichischen CSR-Szene statt. Das CSR-Leitbild, gegliedert in seine fünf Handlungsfelder (Führung und Gestaltung, Markt, MitarbeiterInnen, Umwelt und Gesellschaft), bildete die Grundlage des österreichischen CSR-Verständnisses. Nach sechs Jahren intensiver Nutzung wird es nun weiterentwickelt und an nationale wie internationale Entwicklungen angepasst.

 

2010: Vom internationalen CSR-Leitfaden ISO 26000 zur österreichischen CSR-Norm ONR 19250

Im Herbst 2010 wurde die ISO 26000, Guideline on Social Responsibility, verabschiedet. In einem weltweiten Multistakeholder-Prozess haben über 400 ExpertInnen aus 99 ISO Mitgliedsstaaten mitgewirkt.

 

Darauf folgte ein Transfer der ISO 26000-Inhalte in eine zertifizierbare, österreichische Norm. Unter Einbeziehung verschiedener CSR-Experten hat das Österreichische Normungsinstitut die ONR 192500 veröffentlicht. Während die ISO 26000 ein Leitfaden ist, der allgemeine Unterstützung und Orientierung bietet, definiert die ONR inhaltliche Anforderungen und Empfehlungen für CSR-Managementsysteme. So haben österreichische Unternehmen die Möglichkeit, die Grundsätze der ISO 26000 in der Praxis umzusetzen und zertifizieren zu lassen.

 

2011: EU fordert nationalen Aktionsplan CSR - ein langer Weg bleibt ohne Ergebnis

Die Mitteilung der Europäischen Kommission „Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen“ aus dem Jahre 2011 betonte die Bedeutung von nationalen und subnationalen CSR-Strategien und forderte die EU-Mitgliedsstaaten dazu auf, nationale CSR-Aktionspläne (NAP CSR) zu verabschieden. Lesen Sie mehr.

 

Infolge eines Ministerratsbeschlusses (im Rahmen des Arbeitsprogramms zur Umsetzung der Österreichischen Strategie Nachhaltige Entwicklung, ÖSTRAT) arbeitete eine Steuergruppe aus VertreterInnen der Ministerien BMASK, BMLFUW und BMWFW am österreichischen CSR-Aktionsplan.

 

Zusätzlich initiierte eine Gruppe von CSR-BeraterInnen den CSR Dialog. Ziel war, ergänzend zu der ministerialen Arbeit, in einem offenen Stakeholder-Dialog alle Anspruchsgruppen des CSR-Aktionsplans umfassend zu Wort kommen zu lassen und Inputs für den CSR-Aktionsplan zu generieren. respACT unterstützte den CSR Dialog mit personellen und finanziellen Ressourcen sowie durch eine öffentliche Stellungnahme zum CSR-Aktionsplan [Download PDF]. Zahlreiche respACT-Mitgliedsunternehmen brachten sich aktiv in den Prozess ein.

 

Im Mai 2013 lag der erste Entwurf des österreichischen NAP CSR vor. Die Grundlagenpapiere der ministeriellen Steuergruppe, das Outcome-Document des CSR Dialogs sowie die respACT-Position finden Sie hier. Eine Verabschiedung des österreichischen nationalen Aktionsplan zu Corporate Social Responsibility wurde bis dato nicht erzielt.

 

2014: Nationale Umsetzung der EU-Richtlinie zur Offenlegung nicht finanzieller Informationen

Die 2014 beschlossene EU-Richtlinie zur Offenlegung nicht finanzieller und die Diversität betreffender Informationen (2014/95/EU 2014 bzw. „NFI Richtlinie“) wird aktuell in österreichisches Recht gegossen. respACT wurde vom Justizministerium eingeladen in der Arbeitsgruppe zur nationalen Umsetzung der EU-Richtlinie mitzuwirken. Die respACT-Stellungnahme, basierend auf der langjährigen Expertise der Unternehmensplattform, einer Umfrage unter den respACT-Mitgliedsunternehmen sowie weiteren ExpertInneninterviews, steht hier zum Download bereit.

 

Der endgültige Gesetzesbeschluss erfolgt im Sommer 2016 und wird mit 2017 gültig. Es ist damit zu rechnen, dass sich die österreichische Gesetzgebung tendenziell an der EU-Richtlinie orientieren wird. Lesen Sie hier mehr. Das ausführliche Fragen & Antworten-Dokument zur Umsetzung der EU-Richtlinie finden respACT-Mitglieder im Intranet.

 

2015: Sustainable Development Goals – globaler Zielrahmen bedarf nationaler Umsetzung

Im Herbst 2015 wurden die Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedet. Sie bilden den ersten global gültigen Zielrahmen für Nachhaltigkeit, der auch mit einem Managementansatz zur unternehmerischen Umsetzung verwoben ist. Österreich sowie 192 weitere Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben sich dazu bekannt, über ihre Fortschritte zur Erreichung der Sustainable Development Goals zu berichten. Die Staaten sind dazu aufgerufen, in Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern Strategien, Programme und gegebenenfalls Aktionspläne zur Erreichung der Sustainable Development Goals umzusetzen.

 

Unter der Leitung des BKA sowie des BMEIA wurde eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Ministerien gegründet. Diese diskutieren den sanktionsfreien Auftrag der Vereinten Nationen und eruieren Defizite in den verschiedenen Umsetzungsbereichen.

 

Im Vergleich zum Vorgänger-Zielrahmen, den Millennium Development Goals (MDGs), wurde die Bedeutung des Wirtschaftssektors deutlich aufgewertet. respACT, als führende Unternehmensplattform für verantwortungsvolles Wirtschaften in Österreich sowie als österreichischer Focal Point des United Nations Global Compact, möchte unterstützen, dass der unternehmerische Beitrag zu den Sustainable Development Goals möglichst zielgerichtet erfolgt.

 

2016: WIR bewegen CSR - der respACT-Stakeholderdialog braucht Ihre Stimme

Bei allen bisher genannten Versuchen, CSR in Österreich voran zu treiben, hat sich respACT tatkräftig engagiert und wird sich auch zukünftig für verantwortungsvolles Wirtschaften in Österreich einsetzen. Jetzt ist es an der Zeit, CSR auf eine neue Ebene zu heben – gestalten Sie CSR in Österreich mit! #WIRbewegenCSR

respACT-Stakeholderdialog

#WIRbewegenCSR

 

 

Der intensive Stakeholderdialogprozess #WIRbewegenCSR wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis ist die Vision für nachhaltiges Wirtschaften. Die Vision gibt die Richtung in eine nachhaltige Zukunft vor und regt zum aktiven verantwortungsvollen Handeln auf.

 

Hier können Sie einen Blick in die Vision werfen und sie als PDF-Datei herunterladen.

Bleiben wir gemeinsam in Bewegung!

 

 

2018 © respACT
austrian business council
for sustainable development
Wiedner Hauptstraße 24/11, 1040 Wien
Telefon: +43/1/7101077-0
Fax: +43/1/7101077-19
E-Mail: office@respact.at
www.csreurope.org www.wbcsd.org www.unglobalcompact.at
http://csrleitfaden.at/