Dienstag 20. Februar 2018
16.06.2015

Sauber bleiben zahlt sich aus!

Nachlese zum Webinar Anti-Korruption: Ein rechtlicher sowie praxisbezogener Einblick

Am 16. Juni erfuhren respACT-Mitglieder und Interessierte beim Webinar „Sauber bleiben zahlt sich aus“, warum es sich für nationale und internationale Unternehmen lohnt, sich mit dem Thema Anti-Korruption auseinanderzusetzen. Ziel dieser Online-Veranstaltung war das Aufzeigen von Korruptionsprävention und –bekämpfung sowie die Klärung der rechtlichen Grundlagen. 

Zu Beginn thematisierte Amira Zauchner von respACT Korruptionsvermeidung als eines der Themenfelder der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und wies auf die Dringlichkeit des Themas hin. Die aktuelle  EMEIA Fraud Survey von Ernst & Young zeigt auf, dass 40% der österreichischen ManagerInnen Korruption und Bestechung für eine übliche Handlungsweise halten. Jedoch verfügen auch 60% der österreichischen Unternehmen bereits über eigene Antibestechungs-/Antikorruptionsrichtlinien. Michael Zimmermann, Referent der Aussenwirtschaft Austria (AWA), betonte, dass laut Eurobarometer-Umfrage Korruption als größte negative Auswirkung europäischer Unternehmen gesehen wird. Besonders betroffen seien hierbei Entwicklungs- und Schwellenländer.

 

Einhaltung von nationalen und internationalen Standards

Im Anschluss lieferte Bettina Knötzl, Beiratsvorsitzende von Transparency International – Austrian Chapter sowie Partnerin bei Wolf Theiss Rechtsanwälte, einen fundierten Überblick über rechtliche Aspekte sowie ökonomische Auswirkungen von Korruption. Dabei appellierte sie an Unternehmen insbesondere bei der Einführung von Compliance Systemen nationale (ONR 192050 Compliance Managment Systeme) und internationale Standards (ISO 19600  Compliance Management Systems) zu berücksichtigen. Weiters verwies Frau Knötzl auf das Verbandsverantwortlichkeitsgesetz, das die strafrechtliche Verantwortung und die Besonderheiten des Strafverfahrens von Verbänden bzw. Unternehmen hinsichtlich Korruptionsvergehen regelt. Sie unterstrich zudem die Bedeutung des Bekenntnisses des Top-Managements.

 

Mitarbeiterschulungen und Risikomanagementsystem für Lieferanten

Abschließend berichtete Peter Koller, Verantwortlicher für CSR und Compliance bei Gebrüder Weiss, über das Compliance Programm und die Anti-Korruptionsaktivitäten des Unternehmens intern sowie im Lieferkettenmanagement. Das Logistikunternehmen verfügt über weitreichende Erfahrungen im Bereich Anti-Korruption, dazu unterstützen sie ihre MitarbeiterInnen weltweit mit maßgeschneiderten Präsenzschulungen und Online-Trainings. Um das Risiko der zahlreichen Lieferanten bewerten zu können, setzt das Unternehmen auf systematische Risikoanalysen.

 

 

Hilfreiche Tools zum Thema Korruptionsprävention finden Sie hier.

 
 
 
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